Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie https://susanne-schwarz.de/ Systemische Aufstellungen | Familienaufstellungen | Begleitung in Veränderungsprozessen Tue, 28 Jan 2025 15:51:33 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Figuren für systemische Aufstellungen https://susanne-schwarz.de/figuren-fuer-systemische-aufstellungen/ https://susanne-schwarz.de/figuren-fuer-systemische-aufstellungen/#respond Sun, 26 Jan 2025 09:17:11 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=7205 The post Figuren für systemische Aufstellungen appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Figuren für systemische Aufstellungen

Systemische Aufstellungen sind kraftvolle Werkzeuge, um unsichtbare Dynamiken sichtbar zu machen. Sie eröffnen Raum für tiefe Einsichten und Heilung, ob in der Familie, im Beruf oder bei persönlichen Fragestellungen.

Besonders bei der Arbeit mit Einzelaufstellungen, also bei der Aufstellungsarbeit ohne Gruppe, sind Aufstellungsfiguren wichtige Symbole, die uns wirkungsvoll weiterhelfen.

Was sind Aufstellungsfiguren?

Aufstellungsfiguren repräsentieren Menschen, Beziehungen oder Themen. Sie dienen als Stellvertreter, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Ihre Form, Größe oder Farbe kann dabei wichtige Impulse für die Aufstellung liefern.

Doch es geht nicht nur um die Optik. Auch die Haptik und die emotionale Verbindung, die sie in uns auslösen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Ob Holzfiguren, Naturmaterialien oder Gegenstände des Alltags – alles kann als Figuren für eine systemische Aufstellung genutzt werden.

In meinem Beispiel hier sind es z.B. Knöpfe. Sie liegen gesammelt in einer Kiste und es berührt, welcher Knopf für zum Beispiel welche Person ausgewählt wird. Welche Größe hat dieser Knopf? Welche Farbe? Und auch die Art und Weise, wie verschiedene Knöpfe dann angeordnet sind, geben Anhaltspunkte, um was es überhaupt geht. 

 

Aufstellungsfiguren, hier Holzfiguren für Aufstellungen ohne Gruppe

Die klassischen Aufstellungsfiguren

Holzfiguren

Holzfiguren sind der Klassiker für systemische Aufstellungen. Sie wirken schlicht und klar, was die Konzentration auf die Dynamik lenkt. Häufig werden sie in neutralen Formen (z.B. Zylinder oder Quader) oder mit angedeuteten Figuren (z.B. Männer, Frauen, Kinder) verwendet.

Handgefertigte Figuren

Viele Aufsteller und Aufstellerinnen schätzen individuell gefertigte Figuren, die emotionaler wirken. Figuren aus Ton oder bemalte Holzfiguren schaffen eine Verbindung, die den Prozess vertieft.

Kreative Möglichkeiten: Alltagsgegenstände

Die Knöpfe habe ich oben schon erwähnt. Manchmal brauchen wir keine perfekten Figuren für eine systemische Aufstellung. Wir können mit dem arbeiten, was uns umgibt.

Da gibt es bei der Arbeit in der Natur zum Beispiel Steine, Muscheln, Äste … So schaffen wir eine intuitive Verbindung zu dem Thema und verbinden uns mit der Natur. 

Karten und Bilder als Symbole bei systemischen Aufstellungen

Die Figuren sind mehr als nur Stellvertreter. Sie tragen die Energie des Themas

Eine bewusst gewählte Figur kann Gefühle wecken, Klarheit schaffen und einen tiefen Zugang ermöglichen. Bilder fördern die Fantasie und die intuitive Deutung.

Fazit

Das richtige Material macht eine systemische Aufstellung lebendig und hilft, sich in den Prozess hinein zu begeben. 

In meiner Arbeit greife ich intuitiv auf verschiedenste Figuren zurück. Die Wahl der Figuren ist der Schlüssel zu der Kraft der Aufstellungsarbeit.

Du möchtest verborgene Dynamiken sichtbar machen und neue Klarheit gewinnen? Dann lass uns gemeinsam eine Aufstellung mit Figuren durchführen! In einem geschützten und wertschätzenden Rahmen begleite ich Dich dabei, Deine Themen zu klären und neue Perspektiven zu gewinnen.

 

 

Ich bin Susanne Schwarz – Die Aufstellerin

Mit systemischen Aufstellungen in der Gruppe oder in der Einzelarbeit begleite ich Dich, um Dich in Deine Kraft zu bringen. Lass Freude und Leichtigkeit wieder einen großen Platz in Deinem Leben haben.

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Krisenaufstellung – Aufstellungen sind Friedensarbeit https://susanne-schwarz.de/krisenaufstellung/ https://susanne-schwarz.de/krisenaufstellung/#comments Tue, 15 Mar 2022 13:04:02 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=6425 The post Krisenaufstellung – Aufstellungen sind Friedensarbeit appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Diesen Blogartikel über eine besondere Form einer Krisenaufstellung schreibe ich Anfang März 2022. Der Russisch-Ukrainische Krieg eskalierte wenige Tage vorher durch die Invasion russischer Truppen an der Ukraine. In meiner Arbeit, egal ob es sich um Einzelaufstellungen oder Gruppenseminare handelt, ist seitdem der Schock und die Angst deutlich zu spüren. Alte Kriegstraumata zeigen sich.

In einem Gruppenseminar Familienaufstellungen Köln folge ich meinem Impuls und frage die Teilnehmer*innen, ob sie Lust haben, eine besondere Aufstellung zu machen.

Alle Teilnehmer*innen sind sofort dabei (Danke!). Zusätzlich erklärt sich eine Teilnehmerin (Danke, D.!) bereit, die entstehenden Dialoge und Aussagen der Stellvertreter*innen mitzuschreiben. So liegt mir eine Mitschrift vor, die für mich so spannend wie ein Krimi ist und mir ermöglicht, hier von dieser besonderen Form der Konfliktaufstellung zu erzählen. 

Wie gehe ich in dieser besonderen Aufstellung vor?

Wir machen eine verdeckte Aufstellung. Das bedeutet, dass alle Stellvertreter*innen einen zusammen gefalteten Zettel bekommen, auf dem steht, für was sie die Stellvertretung übernehmen. Ich bitte alle, nicht nachzuschauen, was auf dem Zettel steht, sondern diesen in die Hosentasche zu stecken. Und ihren Impulsen zu folgen, in den Raum zu gehen und zu spüren, wo es sie hinzieht, mit wem sie in Verbindung sind, usw.. 

Wenn Du die Aufstellungsarbeit noch gar nicht kennst, gibt es auf meiner Seite Systemische Aufstellungen viele Antworten und Erläuterungen. Oder Du schreibst mir einfach Deine Fragen! 

Auf den Zetteln stehen folgende Begriffe für die Stellvertreter:

Liebe, Heilung, Angst, alte Verletzung, Schmerz, Ukraine, Russland und Macht. Es sind also 8 Personen in dieser Aufstellung beteiligt. 

Krisenaufstellung zum aktuellen Weltgeschehen

Krisenaufstellung – der erste Eindruck

Die Teilnehmenden wissen ja zunächst nicht, für was oder wen sie stehen. Es ist viel Unruhe im Raum, alle versuchen irgendwie, einen stimmigen Platz zu finden und probieren verschiedene Positionen aus. Ich frage nach den Befindlichkeiten der Beteiligten und es fallen Sätze wie:

„Mir ist kalt.“ „Ich friere.“ „Ich fühle große Trauer.“ „Ich habe einen Schauer durch den Körper.“ 

Eine Stellvertreterin allerdings bleibt von Anfang an auf ihrem Stuhl sitzen und bewegt sich nicht. Sie fragt mich, ob sie aufstehen muss. Es gehört zu ihrer Rolle, das sie gar keinen Bewegungsimpuls hat und sie sich nicht beteiligt fühlt. Ich bekräftige sie, genau dem zu folgen, was da ist. Und so sitzt sie wie erstarrt weiter auf ihrem Platz.

Es liegt eine große Bedrückung im Raum. 

Die genaue Mitschrift dieser Krisenaufstellung mag ich, der Übersicht halber, jeweils für die verschiedenen Phasen wiedergeben. Du als Leser*in hast den Vorteil, dass ich hier schon offen lege, wer in der Stellvertretung was gesagt hat. 

Phase 1: Niemand weiß, für was er/sie steht 

Zum jetzigen Zeitpunkt in dieser Krisenaufstellung haben die Stellvertreter also keine Ahnung, für was sie stehen. Ich bitte alle, in die Stellvertretung zu spüren und in den Raum zu gehen. Wo auch immer es sie hinzieht. Der Zettel befindet sich ungelesen in der Hosentasche.

Die genaue Mitschrift dieser Aufstellung findest Du jeweils mit der blauen Schrift. Mir ist wichtig, dass Du an dieser Stelle Zugang zu der Mitschrift hast, ohne dass diese von mir interpretiert wurde. 

 

Die Heilung, die Angst und Ukraine stehen als erstes auf. Dann folgen der Schmerz, die alte Verletzung, Russland und die Macht.

Die Liebe bleibt sitzen. „Muss ich aufstehen?“ Fühlt sich verkrampft, nimmt alles nur schemenhaft wahr, isoliert und versteinert.

„Ukraine: Trauer, friert, es ist ihr kalt, muss weg, als die Macht kommt.

Alte Verletzung: will sich in Ecke verkrümeln, sucht bei der Heilung Schutz, ich möchte nicht beobachtet werden.

Heilung: hat Schauer, ihr ist kalt, unruhig, will beobachten und einen neutralen Platz.
Fühlt sich wie ein Hund, der die Herde unter Kontrolle halten will. Reagiert auf den Schmerz, der von Geheimnis spricht (lächelt, als der Schmerz spricht) geht auch rüber zum Schmerz, kann da stehen

Schmerz: ist weit außerhalb in der Ecke. Hat als einzige Zettel in BH (Herzseite) gesteckt, alle anderen haben den Zettel in Hosentasche. Fühlt sich wie in einer Hülle. Sagt: „Das Geheimnis bleibt bei ihr“, und: „Ich bleibe still.“

Russland: fühlt, sie hat etwas mit dem Schmerz zu tun. Ist das gut? Schlecht? Sie weiß es noch nicht. Fühlt Mut und Widerstand. „Ich fühle mich stark, wie ein Fels in der Brandung.“

Angst: findet sich in der Mitte wieder, möchte Überblick haben, ähnliches Gefühl wie die Heilung, hat aufgehorcht bei „Geheimnis“, fühlt auch Verbindung zu Russland, „Ich will nicht am Rand stehen.“

Heilung und Schmerz nähern sich an, Heilung will dann wieder zurück auf den vorherigen Platz.

Schmerz wird nervös, Spannungsgefühl, ist nicht angenehm.

Bild eines Auditoriums, welches auf den Schmerz schaut.

Macht sagt „Ich muss weg hier“

Heilung und alte Verletzung machen sich gegenseitig total nervös, alte Verletzung kann nicht weg.

Macht und Schmerz: Schmerz fühlt sich undurchdringlich, durch die Schutzschicht darf niemand durch. Die Macht fühlt das. Und fühlt sich nicht abgewiesen. Schmerz sagt: „Geh mal schön auf Deinen Platz.“

Alte Verletzung nähert sich Schmerz an. Schmerz sagt: „Da kommt ein Mensch. Mit Gesicht.“

Angst: Impuls, sich dem Schmerz zu nähern. Sagt: „Aber einer muss in der Mitte stehen.“

Liebe: Je mehr Bewegung stattfindet, desto mehr kommt sie aus der Erstarrung raus, bleibt aber noch sitzen.

 

Wie geht es mit dieser Aufstellung weiter?

Phase 2: Ich bitte alle, jeweils den eigenen Zettel zu lesen. Alle wissen zu dem Zeitpunkt also nur von sich selbst, für was sie stehen.

Meine Einladung an Dich, liebe Leser*in dieser Beschreibung einer Konfliktaufstellung:

Lies die Aussagen und Beschreibungen und mache Dir bewusst, das zu diesem Zeitpunkt die Teilnehmer zwar von sich selbst wissen, für was sie stehen. Sie haben aber (noch) keine Ahnung, wem sie begegnen bzw. für was die anderen stehen.

 

Alte Verletzung: „Bin überrascht, aber dadurch Unruhe erklärbar.“ Sagt zur Heilung: „Ich wünsche mir Frieden. Ich wünsche mir von Dir Frieden.“  Eine Annäherung wäre möglich, muss es aber nicht „schön“ machen.

Heilung an alte Verletzung: „Das ist nicht meine Aufgabe. Ich brauche auch Frieden. Eigentlich brauchen wir das Gleiche. Ich kann allein die Aufgabe nicht leisten.“ Das Hilfeangebot von der alten Verletzung „ist gut“.

Russland: „Frieden möchte ich auch. Auf jeden Fall! Ich fühle mich hilflos.“

Reaktion von Heilung: „Es geht nicht schnell.“

Liebe ist traurig, bleibt immer noch sitzen mit Trauer.

Angst: findet das Wort Frieden ansprechend, braucht Sicherheit, hat ein beunruhigendes Gefühl, dass Russland hilflos wird.

Macht: ist irritiert, fühlt hilflos, Annäherung an Russland hilft der Macht, geht ihr besser da, Russland geht es nicht so ganz gut damit.

Liebe: steht auf und geht zu Russland und der Macht. Russland fühlt Wärme, Macht fühlt Kälte, schauen sich alle an.

Macht: „Ich weiß gar nicht, ob mir einer helfen kann“

Heilung: „Es ist noch sehr viel zu tun und zu lernen“

Schmerz zu Macht: Du könntest auch bei mir stehen, wenn Du willst. Oder ich kann auch zu Dir kommen.

Schmerz geht zu Macht.

Macht fragt: „Aber was ist das Geheimnis?“

Schmerz antwortet: „Nichts besonderes, habt ihr alle.“

Heilung: bekommt ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit.

Liebe: Ihr ist eiskalt.

Schmerz und Macht nähern sich an.

Schmerz: weint, es löst sich etwas.

Schmerz möchte dann der Macht beistehen. Nehmen sich an die Hand. „Innerlich kommt es bei ihr an“, sagt die Macht.

Liebe: hat Impuls, zur Macht und Schmerz zu gehen.

Schmerz legt Hand auf den Rücken der Macht. An einer bestimmten Stelle schreit die Macht plötzlich laut auf, Panik.

Schmerz weicht zurück.

Angst sagt: „Der Schrei ist mein Ausdruck.“

Stück für Stück werden die Stellvertretungen offen gelegt

Phase 3: Ich bitte die Liebe, sich zu zeigen

Die Liebe zeigt sich. Es ist die Teilnehmerin, die zunächst ganz außen saß und keinen Bewegungsimpuls hatte. Sie fühlte sich nicht zugehörig.

Alte Verletzung: Ich habe damit (mit der Liebe) nicht so viel zu tun. Sitzt auf Boden, angelehnt an Wand, hat was mit Schwäche zu tun.

Russland: „Jetzt weiß ich, warum ich Wärme gespürt habe.“

Macht: fühlt sich von Liebe getrennt. Ich frage: Wirklich? Sie antwortet: Nein!

Ich gebe in den Raum: Mögen alle spüren, ob/wie sie in Verbindung zur Liebe kommen. Und frage: Was macht das mit Dir?

Heilung: „Ich vertraue ihr nicht. Ich weiß nicht, ob es reicht.“

Alte Verletzung: „Schön und wichtig, dass sie da ist.“ (Änderung zu oben!)

Ukraine: „Ich bekomme keine Verbindung zur Liebe.“

Macht: „Ich bin auch verbindungslos.“

Heilung: „Die Liebe ist noch viel zu schwach. Liebe soll in der Mitte stehen, so hat sie mehr Verbindung zu allen.“

Liebe: „Würde ich machen, aber wie soll das gehen?“

Phase 4: Ich bitte die Heilung, sich zu zeigen.

Alte Verletzung zur Heilung: „Oh, Dich hatte ich nicht mehr so im Blick.“

Liebe geht in die Mitte und möchte Verbindungen herstellen.

Phase 5: Alle Stellvertretungen werden offenbart.

Die Liebe gewinnt?

Alte Verletzung zur Liebe: „Bei mir musst Du Dir keine Sorgen machen. Ich habe eine Verbindung.“

Schmerz hat keine Verbindung zur Liebe. „Ich spüre nichts“ Hat als größtes Gefühl die Verbindung  zur alten Verletzung. „Es gibt noch ein Leben, es wird ein Leben geben.“

Alte Verletzung, Heilung und Schmerz gehen zusammen.

Heilung: „Ich bin eigentlich die Lösung. Aber es ist sowas Großes zu tun.“

Alte Verletzung ist mehr in Richtung Heilung als in Richtung Schmerz unterwegs.

Liebe fühlt sich als Anführerin. „Mir nach!“ Liebe sagt zur alten Verletzung: „Dich lassen wir zurück“

Alte Verletzung: „Nein. Ich bin da.“

Macht: „Hier steht die Macht.“

Liebe: „Die Macht ist machtlos.“

Angst stellt fest: „Der Hammer, dass die Macht mein Ausdruck ist.“

Ukraine: „Eigentlich geht es nicht um mich.“ Fühlt Erschöpfung und Trauer.

Russland: „Ich bin das russische Volk.“

Alte Verletzung: „Die Angst ist nicht allmächtig. Sie gehört dazu. Sie schützt einen manchmal auch.“

Krisenaufstellungen sind Friedensarbeit

Impuls von mir: Ist die Macht immer negativ? Es gibt auch „gesunde“ Macht. Was, wenn es keine missbräuchliche Macht ist?

Es steht noch etwas zwischen Macht und Liebe.

Heilung: Ich möchte so gern helfen.

Macht: ist traurig. „Ich kann es nicht annehmen“

Alte Verletzung fühlt Trotz. „Du kannst mich mal.“

Heilung: „Die Macht und die alte Verletzung müssten sich annähern.“

Plötzlich steht die Frage im Raum: Was ist, wenn die Liebe gewinnt?

Die Angst geht.

Die Mitschreibende spielt auf dem Handy das Lied „Die Liebe gewinnt“ von Brings an.

Die Aufstellung endet.

Krisenaufstellung – Meine Anmerkungen

Die Liebe hat keinen Platz im Krieg.

Die Teilnehmerin, die den Zettel mit der Aufschrift „Liebe“ gezogen hat, hatte ja zunächst keinen Bewegungsimpuls und blieb auf ihrem Platz sitzen. Die Liebe spielt also zunächst keine Rolle und hat keinen Platz im Aufstellungsfeld. Wie ändert sich die Welt, wenn die Liebe ihren Platz bekommt?

Und was wäre, wenn wir alle unsere eigene Machtgeschichte in uns klären?  Die Macht zeigt sich hier als Ausdruck der Angst. Lass uns klar fühlen, was wäre, wenn wir die Macht annehmen und dieses keine mißbräuchliche Macht ist. Wenn wir die Macht annehmen und Liebe in die Welt bringen.

Und was passiert, wenn unverarbeiteter Schmerz und alte Verletzungen gesehen werden und heilen können. Kann dann Frieden sein?

In meiner Arbeit mit Aufstellungen bewirken wir genau das. Nicht gesehener Schmerz und alte Verletzungen können heilen.

Möge sich auch durch diese Krisenaufstellung  Heilung, Liebe und Frieden in der Welt verbreiten.

Susanne Schwarz Praxis Köln

Ich bin Susanne Schwarz und liebe die Arbeit mit Aufstellungen.

Möchtest Du Deine Machtgeschichte klären, alte Verletzungen heilen und in die Liebe gehen?

Dann komm in meine Seminare oder in die Einzelarbeit.

Alle meine Angebote findest Du auf der Übersichtsseite Seminare / Termine

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Systemische Aufstellungen Erfahrungen https://susanne-schwarz.de/systemische-aufstellungen-erfahrungen/ https://susanne-schwarz.de/systemische-aufstellungen-erfahrungen/#respond Sun, 20 Feb 2022 15:05:04 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=6330 The post Systemische Aufstellungen Erfahrungen appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Systemische Aufstellungen Erfahrungen: Aufstellungen mit Glaubenssätzen sind ein magisches Erlebnis.  In diesem Beispiel erzähle ich Dir von einer Gruppenarbeit mit Aufstellungen und Glaubenssätzen.  So bekommst Du eine Vorstellung, wie wir zu diesem Beispiel mit einer Aufstellung arbeiten können.

Was sind Glaubenssätze?

Diese tief sitzenden Überzeugungen, wie zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug“ – genannt Glaubenssätze – sind Dir bestimmt schon einmal begegnet. Heute möchte ich Dir von einem Beispiel erzählen, wie wir mit Aufstellungen einen Glaubenssatz aufstellen und lösen können.

Systemische Aufstellungen Erfahrungen mit Glaubenssätzen

Systemische Aufstellungen machen Erfahrungen möglich, die allein übers Nachdenken und Analysieren nicht greifbar sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Glaubenssätzen in der Aufstellungsarbeit vorzugehen. Hier beschreibe ich Dir eine sogenannte „Satz“-Aufstellung.

Wieso habe ich diese Form der Arbeit gewählt?

Im Vorgespräch zu einer Aufstellung in der Gruppe erzählt mir Petra von der Schwere in ihrem Leben (Der Name der Klientin ist natürlich frei erfunden und ich wandle die Beschreibung so ab, dass keine Rückschlüsse auf die reale Person möglich sind. Das ist mir sehr wichtig.).

Petra erzählt darüber, dass egal, worum es geht, was sie auch macht – nichts gelingt so wirklich.  Dann sagt sie: „Es ist immer zu wenig.“

Etwas in mir reagiert sofort auf die Energie, wie sie diesen Satz sagt. Deshalb mache ich Petra den Vorschlag, diesen Satz aufzustellen.

Das bedeutet, sie wählt aus dem Kreis der Seminarteilnehmer*innen jeweils eine(n) Stellvertreter*in für jedes Wort aus diesem Satz, also für „Es“, „Ist“, „Immer“, „Zu“, „Wenig“.

 

 

Systemische Aufstellungen mit Glaubenssätzen Erfahrung

Petra ist zunächst ein wenig skeptisch, was so eine Aufstellung bringen soll.  Sie vertraut dennoch meinen Erfahrungen mit systemischen Aufstellungen und mag sich darauf einlassen.

Sie wählt jeweils aus dem Kreis der Seminarteilnehmer*innen: einen Mann für „Es“ und vier Frauen für die anderen Worte.

Jetzt machen wir mit systemischen Aufstellungen Erfahrungen zu der Glaubenssatz-Aufstellung. Ich lade Petra ein, sich entspannt anzuschauen, was nun passiert.

In diesem Fall habe ich gewählt, dass die Stellvertreter*innen frei in den Raum gehen, d.h. sie schauen einfach, wo im Raum der Platz ist, den sie für den Moment für richtig halten (Eine andere Vorgehensweise ist, dass Petra die Stellvertreter*innen „aufstellt“ – sie also jeweils an einen Platz führt.). Ich entscheide immer intuitiv, welche Form wir für die jeweilige Aufstellung wählen.

So bewegen sich also alle 5 Stellvertreter*innen im Raum und bleiben schließlich an einem Platz stehen. Auffällig ist, dass es ziemlich viel Unruhe gibt, also einige Personen haben scheinbar Schwierigkeiten, einen für sie stimmigen Platz zu finden. Ich befrage die Stellvertreter*innen nacheinander, wie es ihnen geht, wie sie sich in Verbindung mit den Anderen fühlen, ob sie körperliche Symptome haben usw..

Welche Erfahrungen machen die Stellvertreter in der Aufstellung?

Am schlechtesten geht es der Frau, die für „Ist“ steht. Sie fühlt sich sehr schwach und kann kaum stehen. Ich bitte sie, ihrem Impuls zu folgen und sich zu setzen oder sich ggf auf den Boden zu legen. Das macht sie sofort und alle haben das Gefühl, dass das sehr stimmig ist, also auch die 4 anderen Stellvertreter*innen.

Ich suche danach, was der Stellvertreter*in helfen kann und in mir kommt der Satz „Ich wäre beinahe gestorben“. Das genau ist das Magische in dem Aufstellungsfeld. Eine größere Kraft führt mich und bringt mir Eingebungen und Impulse, denen ich bedingungslos folge. Ich bitte die Stellvertreterin von „Ist“ diesen Satz auszusprechen und hinzuspüren, ob er sich richtig anfühlt.

Sie nickt unmittelbar und spricht „Ich wäre beinah gestorben.“

Petra, die ja von außen dem Geschehen folgt, ist sehr berührt und beginnt zu weinen. Sie erzählt, dass sie während der Geburt beinahe gestorben wäre.

Erstaunlicherweise konnten wir jetzt die Stellvertreterin für „Ist“ in ihre Kraft bringen, in dem sie anerkennen und aussprechen kann, dass die Todesbedrohung jetzt vorbei ist. (Es folgen noch einige weitere Interventionen, die direkt mit dem Familiensystem von Petra zu tun haben und auf die ich hier jetzt nicht eingehen werde.)

„Ist“ steht wieder auf. Nicht nur das – sie ist jetzt sehr lebendig und in ihrer Kraft. Sie möchte sich einen neuen Platz im Raum suchen. Alle spüren, dass sich die ganze Energie geändert hat. Systemische Aufstellungen sind Erfahrungen, die alle Anwesenden im Raum ergreifen.

Wie geht es mit der systemischen Aufstellung weiter?

Petra als Zuschauerin ist ebenfalls sehr gelöst und ich bitte sie, mit in die Aufstellung zu gehen. Da kommt so viel Bewegung in den Raum und alle gucken nochmal, wo jetzt der jeweils richtige Platz für sie ist.

Daraus formt sich ein ganz neues Bild und das ist eine neue Erfahrung durch die systemische Aufstellung:  Alle stehen nebeneinander und plötzlich fällt einem Teilnehmer von außen auf, dass sie in folgender Reihenfolge stehen: „Petra“, „ist“ „es“ „immer“ „zu“ „wenig“?

Das hat natürlich niemand bewusst so hingestellt. Alle atmen spürbar auf und eine Energie von Erleichterung ist im Raum.

Systemische Aufstellungen sind Erfahrungen, die alle Anwesenden im Raum ergreifen. Das habe ich schon so oft erlebt. Und so war es auch hier. Von dem Teilnehmer im Außenkreis (der also gar nicht direkt mit in der Aufstellung stand) kam der Hinweis auf diese fantastische Wendung.

Petra berichtet mir im Nachgang mehrfach, dass sie diese Aufstellung sehr weiter gebracht hat. Die Schwere in ihrem Leben ist spürbar weniger geworden und wenn sie bemerkt, dass sie in einem Mangel-Gefühl verhaftet ist, erinnert sie sich oft an die Abschluss-Frage ihrer Aufstellung:

Ist es immer zu wenig?

Das führt sie dazu, immer mehr die Fülle wahrzunehmen. Sie erzählt mir, das sie sich viel kraftvoller und lebendiger fühlt 🙂

Fazit: Systemische Aufstellungen Erfahrungen mit Glaubenssätzen

Jede systemische Aufstellung ist anders und dennoch zeigt sich dort, welche Ursache mit dem Thema zu tun hat. In diesem Beispiel hat Petra’s Todesangst während ihrer Geburt dazu geführt, die Fülle in ihrem Leben nicht annehmen zu können und immer wieder in der Opferhaltung gefangen zu sein Vielleicht magst Du auch in diesen Blogbeitrag von mir reinlesen.

Systemische Aufstellungen und die Erfahrungen mit der Satz-Aufstellung haben uns dahin geführt, traumasensibel eine Lösung vollziehen zu können. Sie hatte sich schon sehr intensiv in Gesprächen mit ihrem Mangeldenken beschäftigt – den Zusammenhang mit den Auswirkungen ihrer Geburtserfahrung konnte sie so allerdings nicht herstellen. Erst die Stellvertreterin für „Ist“ in ihrer Aufstellung hat den entscheidenen Hinweis gegeben.

Petra habe ich in den folgenden Monaten mit Einzelaufstellungen noch ein paar Mal zu anderen Themen begleitet. Sie konnte in den nächsten Wochen als selbstständige Freiberuflerin ihre Umsätze deutlich steigern und berichtete, dass sich ihr Leben jetzt viel leichter anfühlt und sie gar nicht mehr das Gefühl hat, es wäre immer zu wenig. Im Gegenteil!

 

Systemische Familienaufstellung in Köln.

Ich bin Susanne Schwarz – Die Aufstellerin.

Die Aufstellungsarbeit ist meine Passion und ich liebe es, mit Aufstellungen schnell Lösungen zu finden.

Wenn Du bei mir auch einmal eine Aufstellung in der Gruppe machen möchtest, findest Du alle Infos und Termine auf meiner Seite unter Familienaufstellungen / Systemische Aufstellungen Köln.

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Systemische Aufstellung Beispiel: Konflikte in der Paarbeziehung https://susanne-schwarz.de/systemische-aufstellung-beispiel/ https://susanne-schwarz.de/systemische-aufstellung-beispiel/#comments Thu, 03 Feb 2022 20:41:39 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=6201 The post Systemische Aufstellung Beispiel: Konflikte in der Paarbeziehung appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Ich möchte Euch heute von einem Praxisfall erzählen und wie wir mit systemischen Aufstellungen am Beispiel eines Konflikts in der Paarbeziehung gearbeitet haben.

In diesem Fall haben wir mit einer Einzelaufstellung, also ohne Gruppe, im 1:1 miteinander gearbeitet. Wenn Du Fragen zu systemischen Aufstellungen/Familienaufstellungen allgemein hast, dann schau doch gern mal auf meiner Seite Systemische Aufstellungen vorbei.

„Die fehlende Nähe und sein Desinteresse verletzen mich total.“ 

Ihre Stimme bricht und Tränen steigen in ihre Augen. Meine Klientin ist sehr aufgewühlt.

Ich erzähle Dir von Dagmar (der Name ist selbstverständlich frei erfunden und auch das Praxisbeispiel ist so abgewandelt, dass wir keinen persönlichen Bezug zu einer bestimmten Person herstellen können.).

Dagmar denkt über eine Trennung nach. Dann berichtet sie aber auch über andere Zeiten. Tolles, nährendes Zusammensein mit ihrem Partner. Sie empfindet es als völlig gegensätzlich, mal ist es so und mal so. Die ganze Situation wühlt sie sehr auf. Sie weiß einfach nicht, was richtig ist.

Dagmar erzählt, dass sie ihren Partner schon so oft darauf angesprochen hat, dass sie sich mehr Nähe und Verbindung wünscht. Irgendwie scheint er das manchmal zu können und oft aber eben auch nicht. Er ist dann so mit seinen eigenen Dingen (Hobbys, Beruf) beschäftigt, dass sie sich total abgelehnt und nicht gesehen fühlt.

Wie ich hier vorgehe: Systemische Aufstellung im Beispiel

Wir gehen in die Aufstellung und ich bitte Dagmar, jeweils eine Figur aufzustellen für:

-> sich selbst

-> ihren Partner

-> den verletzten Anteil von Dagmar

Das sind also 3 Figuren, in diesem Fall habe ich diese hier genommen:

Systemische Aufstellung Fallbeispiel

Sie platziert nach ihrem Gefühl die Figuren im Raum, in meiner Praxis. Das nennt man „aufstellen“.

Das Bild bei dieser systemischen Aufstellung im Beispiel sieht dann so aus: die beiden Partner stehen sich gegenüber. Die Figur, die für den verletzten Anteil von Dagmar steht, steht links von der Figur für Dagmar, ziemlich nah dran.

So stehen also dem Partner 2 Figuren gegenüber und es wirkt so, dass er zwischen beiden hindurch sieht.

Ich lade Dagmar ein, dieses Bild wirken zu lassen. Und auch mal ihre Position zu wechseln, und z.B. mal von hinten und von den Seiten auf dieses Figuren-Bild schauen.

Allein die Betrachtung der Stellvertreter-Figuren macht schon etwas: Wir reden nicht nur drüber. Sondern können das Thema von allen Seiten betrachten. Das ist ein Riesenunterschied zu dem Hin- und Her-Diskutieren, Analysieren, Abwägen, was wir sonst machen. In einer systemischen Aufstellung ist das Thema also sichtbar im Raum und wir begegnen ihm von verschiedenen Seiten. So auch in diesem Praxisbeispiel.

Dann wählen wir zusammen jeweils 2 der 3 Figuren und stellen uns darüber. So können wir wahrnehmen, was an diesem Platz wirkt und spüren, wie es uns an der jeweiligen Position geht. Wir verändern diese Positionen, nehmen wahr, wie es uns dort geht und wechseln immer wieder die Positionen. Ich beschreibe es deshalb so detailliert, damit Du möglichst eine Vorstellung bekommst, wie eine systemische Aufstellung in diesem Beispiel funktioniert.

Es zeigt sich, dass die Position des verletzten Anteils von Dagmar sehr schwach und bedürftig ist. Und irgendwie mit niemandem in Verbindung steht, auch wenn Dagmar selber ja sehr nah daneben ist.

Ich bitte Dagmar, in die Stellvertretung dieses verletzten Anteils zu gehen. Als sie dort steht, beginnt sie zu weinen und fühlt sich sehr hilflos. Ich frage sie, wie alt sie sei. Und sie sagt, dass ihr gerade bewusst wird, dass sie sich fühlt wie sie als Kind. Als 6-Jährige zu dem Zeitpunkt, als ihr Vater die Familie verlies.Und das ist das wichtigste hier. Dagmar kommt in Kontakt mit der ursprünglichen Verletzung, die ihr gar nicht mehr präsent war.  Sie kann sich mit meiner Hilfe jetzt ganz dem hinwenden. Denn sie ist nicht mehr die 6-Jährige, sie ist eine erwachsene Frau. Ich erinnere sie daran und lade sie ein, die 6-Jährige auf den Schoß zu nehmen. Sie zu halten und ihr zu vermitteln, dass es vorbei ist.

Diesem Prozess geben wir viel Raum. Dagmar ist ganz gerührt und hält ihre Kleine, die verlassene und verletzte Dagmar, die so ganz allein da stand damals.

Es ist wichtig, dass sie erkennt, dass es eben diesen verletzten Anteil gibt, der sich auch in ihrer Beziehung immer wieder meldet. Und dass sie aber ab sofort unterscheidet. Die erwachsene Frau ist nicht so allein, so bedürftig und verletzt. Sie hat viele Möglichkeiten, sich um ihre Bedürfnisse zu kümmern.

Dagmar fühlt den Zusammenhang zu ihrem Anliegen, sich nicht mehr ausgeliefert zu fühlen. Ich lade sie ein, sehr genau hinzuspüren, was die kleine Dagmar gebraucht hätte. Und sich jetzt da wirklich drum zu kümmern und die Kleine zu schützen.

Familienaufstellung Praxisbeispiel

Wie ging es in diesem Familienaufstellung Beispiel weiter?

Ein paar Wochen später sehe ich Dagmar wieder. Sie strahlt und sagt, dass es zwischen ihr und ihrem Partner ziemlich gut läuft. Und wenn es nochmal vorkommt, dass sie Nähe vermisst und sie ihren Partner desinteressiert empfindet, wenn sie sich abgelehnt fühlt … dann nimmt sie erstmal (innerlich) die kleine Dagmar auf den Schoß und hält sie. Und irgendwie löst sich damit alles auf. Sie empfindet ihren Partner seither viel liebevoller und präsenter und beide genießen das sehr.

Das ist ein Beispiel aus dem Feld systemische Aufstellung & Partnerschaft. Jede Aufstellung ist natürlich anders und ich konnte nicht alle Details hier aufschreiben, weil ansonsten die Anonymität nicht gewährleistet wäre. Dennoch hoffe ich, dass Du an diesem Aufstellungsbeispiel einen Einblick bekommen konntest, wie die Aufstellungsarbeit wirkt.

Du kannst Dir vorstellen, wie hilfreich es war, dass Dagmar zunächst einmal für sich gearbeitet hat, ohne dass der Partner mit dabei war.

Ich erlebe immer wieder, dass viele Männer nicht sofort einer Paarberatung zustimmen und die Frau dennoch irgendwie das Gefühl hat, etwas tun zu wollen. Sie will nicht zusehen, wie die Beziehung den Bach „runtergeht“. Dafür gibt es die wunderbare Möglichkeit, mit Einzelaufstellungen zu arbeiten, entweder in meiner Praxis in Köln oder auch online per Videokonferenz.

Susanne Schwarz Systemische Aufstellungen Koeln

Ich bin Susanne Schwarz und die Aufstellungsarbeit ist meine Leidenschaft. Das, was schon x-mal im Kopf hin- und her analysiert und in vielen Gesprächen zerredet wurde, können wir mit der Aufstellungsarbeit auf eine ganz andere Art betrachten, erfühlen und lösen.

Dabei begleite ich Dich von Herzen gern.
Du findest hier mein Angebot zu den Einzelaufstellungen

 

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Ich, die Aufstellerin …. privat und „geheim“ https://susanne-schwarz.de/ich-die-aufstellerin-geheim/ https://susanne-schwarz.de/ich-die-aufstellerin-geheim/#comments Fri, 30 Nov 2018 18:38:08 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=3307 The post Ich, die Aufstellerin …. privat und „geheim“ appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Ich, die Aufstellerin … privat und „geheim“

Inspiriert durch die Marketing-Expertin Birgit Schultz von Marketing-Zauber, die zu einer Blogparade aufgerufen hat, ist dieser Artikel entstanden.

Meine Klient*innen gewähren mir als Aufstellerin viele persönliche und sehr intime Einblicke in ihr Leben.

Auch und besonders dafür als Dankeschön möchte ich Dir heute gern einige meiner Eigenheiten verraten. Und einiges, was Du bestimmt noch nicht von Susanne Schwarz, der Aufstellerin weißt.

Es hat mir viel Spaß gemacht, mein Leben Revue passieren zu lassen und schwupps, sind es 28 Dinge geworden:

1. Was die Zeit im Brutkasten mit meiner Arbeit zu tun hat:

Ich bin ein paar Wochen zu früh geboren worden. Heute bin ich überzeugt, dass ich damals „entschieden“ habe, das Leben zu NEHMEN. Das ist mein größter Antrieb bzw. meine Mission: Dich dahin zu führen, Dein Leben wirklich zu nehmen. Warum ich Aufstellerin wurde und so tief von dieser Methode überzeugt bin, findest Du auf meiner Über mich -Seite.

2. Ich liebe Köln.

Na ja, das ist wahrscheinlich kein wirkliches Geheimnis, wenn Du mir schon begegnet bist. Zum Studium bin ich mit 19 Jahren hierher gezogen. Seit dem will ich nicht mehr weg (es sind dann jetzt immerhin 35 Jahre).

3. Und ich liebe unser Haus in der Eifel.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass der beste Ausgleich für meine Arbeit das „Wuseln“ im Garten ist. Deshalb bin ich sehr dankbar, neben dem Hauptwohnsitz in Köln noch ein Eifelhäuschen zu haben. Übrigens ist das auch der Grund, warum ich neben meiner Praxis auch online tätig bin.

4. Hunde? Ja, auf jeden Fall! – Katzen? Hm, nicht unbedingt …

Sie sind mir ein wenig unheimlich, muss ich gestehen. In unserem Eifeldörfchen gibt es sehr viele, die unseren Garten ebenfalls schätzen. Ich versuche, mich damit zu arrangieren. Denn mir ist klar, dass auch der höchste Zaun sie nicht abhalten würde. Das wiederum ist auch wieder faszinierend, wenn ich darüber nachdenke. Nichts kann sie stoppen …

5. Ich liebe Doppelkopf.

Überhaupt bin ich ein „Spielkind“. Doppelkopf hat es mir besonders angetan. Viele Jahre habe ich auch online in einer Liga gespielt und es bis in die „Königsliga“ geschafft.

6. Auch in kritischen Situationen bleibe ich ruhig.

Manchmal schlackern mir hinterher die Knie, aber in der Situation selber bin ich die Ruhe selbst.

7. Ich mag den November.

Zeit der Einkehr, Rückzug, Kerzenlicht und am liebsten am Kaminofen.

8. Weihnachtssterne

Nebenjob Susanne SchwarzHm, dazu habe ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Mein erster Job als Schülerin war in einer Gärtnerei, die Weihnachtssterne vertrieb. Riesige Hallen voll mit Tischen von Jiffy Torftöpfen, in denen ich stundenlang die Stecklinge setzte. Aufgeweichte Hände, stundenlanges Stehen, gebückte Haltung …

9. Autoteile ausliefern, CNC-Maschinen bedienen …

Putzen, Nachhilfe erteilen, Call-Center-Arbeiten, Zeitungen austragen, Dateneingabe, Inventuraushilfstätigkeiten, …. Während meiner Studienzeit habe ich viele verschiedene Jobs gemacht und in so mancher „Männerdomäne“ meine Frau gestanden.

10. Pretty Woman

Habe ich mindestens 20-mal geguckt. Ich liebe diesen Film und die Klarheit von Julia Roberts. Denn dann kommt auch der Märchenprinz vorbei 🙂

11. Die Fähigkeit …

des menschlichen Führens habe ich mir während der 17-jährigen Angestelltenzeit in einem großen Zeitungsverlag erarbeitet.

12. Kochen

Gern koche ich gemeinsam mit meinem Mann. Nur über meine „Rezept-Treue“ sind wir uns nicht immer einig, ich kann auch gern die ein oder andere Zutat weglassen oder ersetzen. Inzwischen ein „Running-Gag“ in unserer Familie ….

13. Teamplayerin

Ich bin eine – ganz sicher.

14. Urlaube

Unbestritten bin ich es, die für unsere Aufenthaltsorte die schönsten Unterkünfte findet.

15. Psychologie

Meine Passion war sie schon immer. Der NC verhinderte die Aufnahme eines Studiums in diesem Bereich. Als psychotherapeutische Heilpraktikerin habe ich andere Wege gefunden.

16. Panda und Podcasts

Ich liebe meinen Fiat Panda und höre beim Autofahren am liebsten Podcasts.

17. Was mich an der Aufstellungsarbeit fasziniert:

Aufstellerin Susanne Schwarz

Eine hervorragende Methode, die ermöglicht, seelische Vorgänge wie kein anderes bildhaft in Erscheinung treten zu lassen. Uns so zu berühren und damit erfahrbar zu machen. Die Antwort darauf ist eine innere Bewegung auf das, was es für mich und mein Leben gerade braucht. Das ist es, was ich als Aufstellerin liebe!

 

18. Apple

Ich bin ein passionierter Apple-Fan. Ich liebe das Schöne und Schlichte im Zusammenspiel, vor allem wenn es problemlos funktioniert.

19. Die Hundeflüsterin

Maja Nowak fasziniert mich. Die Haltung der eigenen inneren Klarheit und die Herangehensweise, dass richtig eingesetzte Kompetenzen hervorragende Teams bilden. Nicht nur bei Hunden.

20. Clogs

Meine Softclogs trage ich am liebsten barfuß, auch im Winter. Gut, dass es davon inzwischen Stiefel gibt.

21. Rauchen

Mein größtes Laster. Mit 16 habe ich damit begonnen. Und letztendlich immer nur kurz unterbrochen. Seit 5 Jahren bin ich aufs E-Dampfen umgestiegen. Für mich eine echte Alternative, auch gesundheitlich. Stinkt nicht … und irgendwie fühlt es sich „gesünder“ an.

22. Die 22 …

ist meine Lieblingszahl.

23. Häkeln

Seit 3 Jahren häkele ich Pattern für eine Tagesdecke für meine Tochter. Aktuell brauche ich noch 90 Stück davon:Häkeln Susanne Schwarz AufstellerinUnd sie wird fertig, jawoll 🙂 Das wird dann mein erstes Handarbeitsmeisterstück – ich glaube, dabei bleibt es auch.

24. Fernsehen

Vor dem Fernsehen schlafe ich in der Regel nach 10 Minuten ein. Zum Glück gibt es YouTube und Co. und ich kann mir aussuchen, was ich schauen möchte. Dann klappt das auch mit dem Wachbleiben.

25. Der Führerschein

Am Tag meiner Führerscheinprüfung hatte ich zeitgleich auch eine Nachprüfung in der Schule. Nun ja, nach der bestandenen Fahrprüfung entschied ich spontan, dass ich lieber Auto fahren möchte – so verlängerte sich der Schulbesuch um ein Jahr.

26. Gebügelte Geschirrhandtücher

Ohne geht es nicht. Überhaupt mag ich an mir ungebügelte Klamotten nicht gern. Aber beim Bügeln kann man ja auch wunderbar Podcasts hören.

27. Hilfe für geflüchtete Frauen

Vor ein paar Jahren Jahren habe ich in einem Projekt mitgewirkt, in dem wir Fortbildungen für Frauen angeboten haben, die mit geflüchteten Frauen arbeiten. Eine spannende Aufgabe!

28. Musik

Am liebsten live und in Farbe. Ich liebe die Atmosphäre auf Konzerten und Festivals. Ich glaube, das steht bald mal wieder an.

Das war meine erste Beteiligung an einer Blogparade. Eine spannende Erfahrung. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und mir sind Dinge eingefallen, die ich schon fast vergessen hatte.

Wenn Du noch mehr über mich erfahren möchtest, lies hier weiter: https://susanne-schwarz.de/ueber-mich/

Vielleicht magst Du auch mal so eine Liste für Dich machen?

Hast Du Lust, mit mir arbeiten?

Dann klicke hier auf den Button und Du findest eine Übersicht über meine Angebote.

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Umgang mit schwierigen Gefühlen – besser mit Wut, Trauer oder Angst klarkommen https://susanne-schwarz.de/umgang-mit-schwierigen-gefuehlen-besser-mit-wut-trauer-oder-angst-klarkommen/ https://susanne-schwarz.de/umgang-mit-schwierigen-gefuehlen-besser-mit-wut-trauer-oder-angst-klarkommen/#comments Sun, 30 Sep 2018 18:26:52 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=3044 The post Umgang mit schwierigen Gefühlen – besser mit Wut, Trauer oder Angst klarkommen appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Wir alle kennen es:

• den Kloß im Hals,
• das Ziehen in der Magengegend,
• den „Schmerz“ im Herzen,
• das Grollen,
• die innere Leere,
• Schweißausbrüche,
• Fluchtreflex,
• Bewegungsunfähigkeit …

Die Liste ist lang und je nach Art der Emotion, sei es Wut, Trauer, Angst oder Panik, gibt es verschiedene Reaktionen Deines Körpers und Geistes auf diese Gefühle.
Unser Verstand versucht in diesen Situationen häufig, uns davon zu überzeugen, dass diese Gefühle völlig unnötig seien. Vielleicht sogar überzogen. Er will sie möglichst schnell weg haben. Zumindest, sie nicht mehr so stark spüren. Er signalisiert, dass Du etwas tun sollst, um diese Gefühle abzuschalten.

Es muss besser werden.

Es kann auch sein, dass Deine innere Stimme versucht, Dich zu beschwichtigen: „Jetzt hab doch keine Angst, so schlimm ist es nicht.“ Oder: „Nun rege Dich nicht so auf, sei nicht so empfindlich.“

Doch ist das gut so? Soll unser Verstand über unsere Emotionen herrschen und uns sagen, was und wie wir fühlen?

Nein!

Denn so verlernen wir, unsere Gefühle wahrzunehmen, sie einzuordnen und auch richtig auf sie zu reagieren und die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Unterdrückte Angst kann sich in noch größere Angst verwandeln, unterdrückte Trauer vielleicht in eine Depression und unterdrückte Wut ggf. in Hass gegenüber der Person, die in Dir diese Wut ausgelöst hat.

Das muss nicht so sein, doch unterdrückte Gefühle verstärken sich eher, als dass sie verschwinden.

Wie also richtig mit schwierigen Emotionen umgehen?

Der Schlüssel heißt: Gehe achtsam mit Deinen Gefühlen um!

Zunächst sei froh, dass Du diese Gefühle spüren kannst, auch wenn es in dem jeweiligen Moment sicherlich schwer ist.

Du lebst! Es gibt schwarz und weiß, hell und dunkel, Freude und Schmerz.

Durchlebe Deine Empfindung, fühle sie noch einmal ganz klar, wende Dich ihr zu und erkenne sie an. Wenn es Dir hilft, benenne sie.

Sag zu Dir selbst: „Ja, ich bin traurig.“; „Ja, ich bin wütend.“ usw.

Versuche auch, Dein Gefühl innerlich wahrzunehmen und zu beschreiben: Wo spürst Du es besonders und wie? Zieht es zum Beispiel in der Brust oder drückt es eher im Magen?

Wandere innerlich Deinen ganzen Körper ab. Wo ist das Gefühl am stärksten? Nimm das wahr und atme ganz bewusst. Ganz ruhig einatmen und auch gut wieder ausatmen.

Es braucht Deine Bereitschaft, ganz hier zu sein.

Du kannst Deine Gefühle jetzt als einen Fluss von Energie und Empfindungen wahrnehmen. Dies führt Dich in eine tiefere Verbindung mit Dir selbst und Deinem Leben. Nimm die Haltung an, alle Deine Gefühle dürfen da sein und Du bist liebevoll für sie da.

Deine Gedanken nimm ebenfalls wahr, aber eben nur als Gedanken. Ohne sie zu bewerten. Ohne in die Aktion zu gehen. Versuche, anschließend, zurück zu Deinem Gefühl zu kehren.

Frage Dich, wie Deine Gefühle Deine Gedanken beeinflussen. Meldet sich eine innere kritische Stimme (Verstand) oder Selbstzweifel, lass sie da sein. Doch höre nicht auf sie, sondern kehre abermals zu Deinem Gefühl zurück.

Frage Dich, wie kannst Du Dir Gutes tun, wenn diese Gefühle auftreten. Welche Bedürfnisse hat Dein Körper in diesem Moment?

Möchtest Du weinen, dann tu es.

Ist dir danach vor Wut zu schreien, dann gib diesem Wunsch nach. Boxe in ein Kopfkissen, wenn Du es möchtest. Zerschmettere altes Geschirr.

Kurz: Lass Deine Emotion nach draußen – gib sie frei.

Ablenkung? Ja, aber richtig.

Auf keinen Fall aber versuche, Dich von Deinen Gefühlen abzulenken, indem Du Dich mit den „falschen“ Dingen ablenkst, zum Beispiel mit Shopping, Essen oder Alkohol. Diese Ablenkung ist nur von kurzer Dauer, hilft Dir jedoch nicht, Dich mit Deiner Emotion auseinanderzusetzen. Schlimmer, sie schafft unter Umständen weitere Probleme.

Wenn Du Dich ablenken möchtest, suche die Ablenkung vorzugsweise an der frischen Luft.

In der Bewegung. Ein Spaziergang im Wald, am See oder Meer wirkt oft Wunder. Wenn Du sportlich bist, gehe eine Runde laufen oder Fahrradfahren.

Hast Du einen Hund? Wunderbar! Mache eine große Gassirunde. Das macht auch Deinen Hund glücklich.

Es kann eine große Anstrengung sein, tatsächlich raus zu gehen. Aber es lohnt sich!

Manchmal hilft auch ein wärmendes Bad oder eine Wärmflasche. Oder Du verwöhnst Dich mit einer tollen Body-Lotion.

Und zuletzt: Du musst nicht alleine mit Deinen Gefühlen fertig werden. Sprich mit lieben Menschen aus Deinem Umfeld, mit Menschen, denen Du vertraust.

Gute Freunde können auch mit Deinen Schattenthemen umgehen. Du brauchst kein Drama daraus machen. Öffne Dich und erzähle, was in Dir vorgeht. Es tut gut, wenn eine vertraute Person einfach zuhört. Trau Dich ruhig, dass auch so zu sagen bzw. zu fragen, ob er/sie einfach zuhören kann. Sei gespannt, welchen Raum das zwischen Euch öffnet.

Fazit:

Je mehr Deine Gefühle ein Zuhause bei Dir finden, desto weniger müssen sie sich körperlich manifestieren. Je öfter sie da sein dürfen, umso besser wirst Du Deinen Weg finden, damit umzugehen. Du wirst Dich und Deine Bedürfnisse besser kennen lernen und Dein Leben darauf ausrichten. Wenn Gefühle da sein dürfen, ändern sie sich, manchmal auch ganz schnell. Probier’s aus!

Wenn Du Fragen zum Umgang mit schwierigen Gefühlen hast, melde Dich gern bei mir! Klick hier!

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Bist Du in der Opferhaltung gefangen? https://susanne-schwarz.de/bist-du-in-der-opferhaltung-gefangen/ https://susanne-schwarz.de/bist-du-in-der-opferhaltung-gefangen/#respond Mon, 23 Jul 2018 12:30:22 +0000 https://susanne-schwarz.de/?p=2771 The post Bist Du in der Opferhaltung gefangen? appeared first on Susanne Schwarz | Systemische Beratung & Therapie.

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Bist Du in der Opferhaltung gefangen?

„Ich hätte ja …, wenn ….“ oder „Wenn nicht das und das wäre, hätte ich ja …“ – Es passiert uns allen, dass wir solche Gedanken haben, oder? Genau das wird Opferhaltung genannt.

Wir finden Gründe, um nicht aktiv die Verantwortung zu übernehmen, sondern eher in eine passive Haltung zu gehen. Etwas oder jemandem die Schuld dafür zu geben, dass wir Vorhaben nicht umsetzen oder Umstände nicht verbessern.

Der Grund: Erlernte Hilflosigkeit – anders ausgedrückt: Die Opferhaltung.

Die sogenannte „erlernte Hilflosigkeit“ wurde in den 1970er Jahren von dem amerikanischen Psychologen Martin E.P. Seligmann geprägt. Damals zeigte er mittels Konditionierungsversuchen mit Hunden, dass diese bei der Aussetzung auf nicht vermeidbare, unkontrollierbare aversive Reize nicht durch aktive Vermeidung versuchten zu entgehen, sondern sie passiv hingenommen haben.

Dies lässt sich auch auf uns Menschen übertragen. Wir fühlen uns oft hilflos und nicht in der Lage, etwas zu ändern oder einer Situation zu entgehen. Wir gehen schnell davon aus, dass wir bestimmte unangenehme Zustände nicht ändern können, obwohl es von außen betrachtet doch möglich wäre.

Diese selbst auferlegte Passivität oder das Verharren in einer bestimmten Situationen führt Seligmann auf frühere Erfahrungen der Hilf- und Machtlosigkeit zurück. Dies kann geschehen, wenn wir durch traumatische Ereignisse geprägt werden. Oder wenn wir gelernt haben, dass „sich wehren“ sinnlos ist. Die Folge ist: Wir verharren in einer schwierigen Situation anstatt die Umstände zu ändern oder gar zu verbessern.

Für mich ist es letzten Endes zweitrangig, woher diese Haltung kommt. Wichtig ist, dass wir es wahrnehmen, wenn wir dazu neigen, diese einzunehmen. Denn immer wieder passiert es uns, dass es wesentlich einfacher ist, zu jammern und Ausreden zu formulieren, als aktiv zu werden und Lösungen zu suchen.

Wenn Du diese Opferhaltung an Dir selber feststellst, dann bewerte Dich nicht negativ! Fühle Dich nicht schlecht deswegen und gib Dir auch daran nicht wieder sofort die Schuld. Sei milde mit Dir.

Du musst Dich auch nicht schämen deswegen, denn dieses Verhalten hat einen biologischen Hintergrund: Es geht hier ums Überleben. Dein Körper signalisiert Dir, dass er mit diesem Verhalten schon einmal „überlebt“ hat und will dies natürlich erneut auf diese Art umsetzen.

Doch solltest Du daran arbeiten, diesen Zustand zu überwinden! Und hier ist die gute Nachricht:

Die Opferhaltung lässt sich auch wieder verlernen!

Wie also kannst Du Dein Verhalten ändern und aus der Opferhaltung aussteigen? Fang an, Dein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. 

1) Akzeptiere Dich so, wie Du bist und habe Mitgefühl für Dich selbst. Nimm die Dinge nicht persönlich und gib nicht Dir die Schuld, sondern bedaure Dich auch gerne für das, was Du in der Vergangenheit erlebt hast. Schäme Dich weder für das Erlebte, noch für den Schmerz, den es Dir bereitet (hat). Unterscheide hier aber zwischen Mitleid und Mitgefühl. Schenke Dir Mitgefühl, kein Selbstmitleid.

2) Beobachte Dich! Achte darauf, in welchen Situationen Du dazu neigst, Dich hilflos und klein zu fühlen. Wünschst Du Dir dann Anerkennung von bestimmten Personen? Oder gleichen sich die Situationen, in denen Du Dich dann befindest? Sobald Du diesen Zustand wahrnimmst, frage Dich: Was kann ich jetzt tun, damit es mir besser geht?

3) Konzentriere Dich auf das, was möglich ist. Mache kleine Schritte auf Deinem Weg. Versuche nicht, gleich die ganze Situation zu verändern, wenn diese zu mächtig ist, sondern versuche, sie Stück für Stück zu verbessern.

4) Übe immer wieder auch kleine Situationen im Alltag für Dich zu entscheiden. Übe, NEIN zu sagen. Du wirst erfahren, dass Du dann nicht weniger geachtet oder geliebt wirst. Auch wenn Du das vielleicht zunächst erwartest.

5) Übernimm Verantwortung für Dein Tun! Das heißt auch, für eigene Fehler gerade zu stehen, anstatt die Schuld bei anderen zu suchen. Flüchte Dich nicht in Ausreden. So gewinnst Du Stärke, Selbstbewusstsein und auch Selbstachtung.

6) Habe keine Angst, falsche Entscheidungen zu treffen oder Fehler zu machen. Übe dies auch immer wieder an kleinen, scheinbar unwichtigen Entscheidungen. Triff eine Entscheidung klar und deutlich und wenn sie falsch war – wachse daran, anstatt an Dir selbst zu zweifeln.

Fazit:

Suche nicht zuerst nach Gründen, warum etwas nicht geht, sondern konzentriere Dich auf die Möglichkeiten, Die Du hast!

Immer wieder, jeden Tag!

Mit der Zeit wird das immer einfacher werden und es werden sich viel mehr Möglichkeiten ergeben, als Du geahnt hast. Lass Dich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen, sondern lerne daraus.

Es lohnt sich!

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